Stillkugeln der Schlaflosigkeit oder Energiebällchen für den Alltag

Heute Nacht als ich mal wieder nicht schlafen konnte…dachte ich mir die Zeit sinnvoll zu nutzen und endlich mal ein Stillkugel-Rezept auszuprobieren da es ja jederzeit mit Wehen Richtung Klinik gehen kann.

Ich finde den Namen „Stillkugeln“ eigentlich nicht so passend. Sie eignen sich nämlich super als Snack für zwischendurch zum Beispiel bei der Arbeit.

Als Grundrezept hatte ich das Rezept der Hebamme Ingeborg Stadelmann. Da ich aber die Zutaten nicht alle verfügbar hatte, entstand nun meine eigene Improvisation. Ich finde die Kugeln sind lecker geworden, deshalb möchte ich sie mit Euch teilen.

Energiebällchen oder "Stillkugeln"

Hier also meine Zutatenliste (ich habe erstmal nur eine kleine Menge probiert aus diesen Zutaten konnte ich 16 Kugeln formen):

  • 200g 6-Korn-Getreide fein geschrotet
  • 80g Buchweizen (gekocht wie Reis als Reisersatz)
  • 60g Butter
  • 50g Ahornsirup
  • 20g gemahlene süße Mandeln

Das Getreide habe ich auf einer großen Pfanne erstmal bis zur leichten Bräune geröstet, währenddessen den Buchweizen gekocht. Die restlichen Zutaten habe ich in eine große Schüssel gegeben und vorher die Butter in kleine Stücke geschnitten. Darüber kommt dann der warme Buchweizen sowie das Getreide. Das Ganze wird mit den Händen vermischt. Nun kann man mit dem Formen der Kugeln beginnen. Wichtig ist nur, dass man die Kugeln in der Hand fest zusammenpresst.

Wasser habe ich übrigens gar keins gebraucht.

Das Ganze habe ich dann über ein paar Stunden an der Luft trocknen lassen und im guten alten Weck-Glas im Kühlschrank verschlossen. Bei Bedarf kann jederzeit eine Kugel genascht werden : )

Energiekugeln im Weck-Glas

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Anleitung Wickelunterlage „on the road“

Da mein erstes Baby demnächst anklopft, sind die meisten meiner aktuellen „Projekte“ eben sehr babylastig…Oft bin ich stöffchensüchtig und kann bei manchen Farben und Formen einfach nicht widerstehen…vielleicht geht es manch anderen auch so. Dann müssen die Stöffchen eben im Alltag untergebracht werden.

Eine Wickelunterlage zu kaufen, hatte ich keine Lust, so dass ich mich selbst ans Werk machte…

So sieht das fertige Teil nun aus:

Wickelunterlage mitnehmbereit

Wickelunterlage mitnehmbereit

Wickelunterlage halb aufgeklappt...

Wickelunterlage halb aufgeklappt…

...und ganz aufgeklappt

…und ganz aufgeklappt

Und so geht’s:

1: Man nehme: 3 Stöffchen davon: 1 Aussenstoff, 1 Innenstoff (z.B. was Flauschiges wie Frottee oder Biber auf jeden Fall nicht stretchig) und Füllvlies (bei Bedarf).

Ich habe alle 3 Teile in der gleichen Größe zugeschnitten, das Füllvlies kann auch etwas kleiner sein. Bei mir sind die Teile 50 x 70cm groß.

2: Von dem Aussenstoff benötigt man außerdem 2 Rechtecke in der Größe 26 x 10 cm, die zusammengefaltet und zu Bindebändern vernäht werden.

(Die vorbereiteten Bänder sind nur noch 24 x 3cm breit).

Gefaltete und gebügelte Stoffrechtecke für die Bänder

Gefaltete und gebügelte Stoffrechtecke für die Bänder

3: Die Streifen werden nun rundherum mit Zickzack-Stich abgenäht und auf die rechte Seite des Aussenstoffes befestigt. Und zwar genau in die Mitte der langen Seite. (Also ausmessen und mit Stecknadeln feststecken). Dabei am besten gleich das Bändchen nach innen klappen damit man beim Nähen der Stoffschichten nicht drübernäht. Ich habe zum Rand ca. 3-4cm Abstand gelassen und das Band in Form eines Rechteckes festgenäht.

Angebrachtes Schnürband

Angebrachtes Schnürband

Alternativ kann man die Unterlage auch mit Klettband oder einfach mit einem Gummi verschließen, wenn man keine Lust auf Binden hat…

4.: Nun werden die Stoffe in folgender Reihenfolge übereinandergelegt: 1. Aussenstoff mit rechter Seite nach oben, 2. Frottee (von beiden Seiten gleich deshalb egal wie rum) und als letzes das Vlies obendrauf.

Stoffe geschichtet (Ansicht von unten)

Stoffe geschichtet (Ansicht von unten)

5.: Als nächstes werden die Stoffe mit Stecknadeln rundherum festgesteckt und mit Ausnahme einer ca. 15cm breiten Wendeöffnung mit Geradstich vernäht. Ich habe zur Sicherheit noch alle Seiten mit Zickzackstich (mit Ausnahme der Wendeöffnung) versäubert. Dann alles wenden….

Nach Wendung...

Nach Wendung…

6.:Als nächstes wird nun die Wendeöffnung verschlossen. Da ich die Wickelunterlage nochmal komplett von aussen mit Zickzackstich abgesteppt habe, wurde die Wendeöffnung quasi gleich mitverschlossen. Wer nicht nochmal umranden möchte kann die Wendeöffnung mit Zickzack, Geradstich oder von Hand verschließen.

Einmal rundherum abgesteppt

Einmal rundherum abgesteppt

7.: Als letzen Schritt habe ich die Unterlage noch zweimal quer abgesteppt. So lässt sie sich auch leichter zusammenklappen…Bei mir ist das mittlere Stück 2cm breiter als die äusseren beiden.

Und fertig!

Und fertig!

Heute Nacht schenkte ich meinen Tieren das Augenlicht …oder…

in einer erneut schlaflosen Nacht kam ich endlich dazu die Filzaugen auf meine selbstgenähten Tierchen zu nähen. Lange lange Zeit mussten sie blind auf dem Sofa verbringen.

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Das Nashorn besteht aus Wollstoff, der sich besonders leicht verarbeiten lässt. Ich habe meinen Tier-Entwurf auf den Stoff gezeichnet und rechts auf links genäht. Die Naht ist daher aussen. Das geht gut, weil Wolle nicht ausfranst. Die Füllung besteht aus Bastelwatte. Die Augen habe ich aus Kunstfilz in jeweils schwarz / weiss ausgeschnitten und heute Nacht von Hand angenäht. Es ist gar nicht so leicht ungefähr gleich-aussehende Augen herzustellen.

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Der Elefant wurde aus einem alten Jerseystoff (Oberteil) recycelt. Dadurch dass der Stoff so strechig ist, ließ er sich gut befüllen. Den Elfanten habe ich im Unterschied zum Nashorn nach Vorzeichnung rechts auf rechts genäht. Nach Wendung des Stoffes folgte die Befüllung mit Bastelwatte und das Vernähen der Wendeöffnung von Hand.

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Hier seht Ihr meine ursprünglichen Entwürfe. Oft ist es leichter die Tierchen in klein zu entwerfen und dann im Copy-shop zu vergrößern. Die Augenpositionen kann man am Schluss natürlich beliebig verändern. Die Anhängsel (Ohren, etc.) kann man noch hinzufügen oder weglassen…

Die Tierchen werden auf den Stoff gepaust und dann kann es auch schon mit dem Nähen losgehen. Als Nahtzugabe habe ich ca. 4mm genommen. Den Elefanten habe ich mit Elastikstich genäht, so dass ich auf die Versäuberung verzichtet habe.