Was von einem Waldspaziergang übrig blieb…

Letzte Woche auf einem Waldspaziergang mit Kind und Kegel kam mir eine Idee. Ein getrockneter Zweig musste mitgenommen werden um später für einen Druck herzuhalten. Ich hatte noch ein aussortiertes weißes Shirt, was für den Probedruck genutzt werden konnte.

Zu Hause war ich dann ganz aufgeregt und wollte meine Idee ganz schnell verwirklichen. Das ging natürlich nicht, weil mein Baby ganz andere Vorstellungen vom weiteren Verlauf des Nachmittags hatte als ich.

Das kam schließlich dabei heraus:

Selbstbedrucktes Shirt

Und so wirds gemacht:

Das Zweigchen habe ich über Nacht mit Büchern beschwert damit es sich nicht wellt. Ich hatte glücklicherweise noch einen kleinen Vorrat an Stoffmalfarben da. Die Farbe habe ich dann auf etwas Alufolie ausgeschüttet und die Rolle damit befeuchtet.

Shirt selbst bedrucken

Dann musste der Zweig auf der Oberseite mit der Farbe befeuchtet werden.

Shirt selbst bedrucken

Man muss recht zügig arbeiten damit die Farbe nicht eintrocknet. Den Zweig dann auf die zu bedruckende Stelle legen und am besten mit einer Zeitung (um nichts zu verschmutzen) bedecken, ein Buch zum Beschweren drauf und drücken drücken drücken. Ich habe ca. eine Minute draufgedrückt und den Zweig dann sofort abgezogen.

Wie Ihr auf den Fotos sehen könnt, habe ich das Shirt vorher zerstückelt. Natürlich kann man noch ein „ganzes“ Shirt bedrucken. Ich würde dann aber ein Stück Karton zwischen die Stoffschichten legen.

Ich finde es nicht wild, wenn der Druck nicht überall gleichmäßig erscheint. Das verleiht ihm eher mehr Struktur.

Den Druck habe ich nach Empfehlung des Farbenherstellers weiterbehandelt (3 min gebügelt).

Aus meinem zerstückelten Shirt entstand dann ein Baby-Shirt für den nächsten Frühling für meine Kleine.

Shirt mit Blätterduck by kruschkrusch

 

 

Baby-Schlafsack „Rosa Wolke“ DIY

Babyschlafsack "Rosa Wolke" DIY - kruschkrusch

Mal wieder wollte ich für meine Kleine etwas selbst nähen. Im Moment bin ich eher auf der Suche nach schnell zu realisierenden Nähprojekten. Leider war es mir nicht gelungen ein einfaches Schnittmuster für einen Babyschlafsack zu finden. Überall wimmelte es von Reissverschlüssen und Knöpfen-oh Graus (nähtechnisch)!

Also beschloss ich, selbst ein Schnittmuster herzustellen. Man braucht lediglich einen Strampler mit Trägern, der einigermaßen passt, sowie Jerseystoff. Den Strampler braucht man nur als Vorlage für das Trägerteil des Schlafsacks.

Und so geht’s:

Zunächst muss man das Vorderteil der Stramplers im Bruch auf Schneiderpapier auflegen und die Konturen der Träger bis zur Achselnaht auf das Papier übertragen. (Das Vorderteil hat ca. 2cm kürzere Träger als das Rückenteil). Das gleiche gilt für die Rückenträger. Ab der Achsellinie habe ich den Schlafsack auf dem Vorderteil ganz frei fortgeführt. Die Gesamtlänge ab der hinteren Trägerspitze beträgt bei mir 65cm (= Gesamtlänge meines Babys) damit noch genug Platz für die Beinchenfreiheit bleibt.

Trägerkonturen übertragen

Dann Rückenteil ausschneiden und spiegelverkehrt auf das aufgemalte Rückenteil legen und zwar so, dass sich die Achselkanten treffen. Jetzt kann man nämlich die Konturen des Unterteils abmalen.

Babyschlafsack

Schnittmuster für Vorder- und Rückenteil im Bruch

Beide Teile ausschneiden und im Bruch auf den Stoff (zB Interlock-Jersey) auflegen und ausschneiden.

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Die Trägerkanten getrennt mit Bündchenware (oder Jersey) versehen. Mein Bündchen ist vor dem Annähen 4 cm breit. Ich habe das Bündchen „nach Gefühl“ gespannt. Normalerweise benutze ich immer die Formel aus der Ottobre für Bündchenware= 0,7 x Länge der zu versäubernden Kante.

Träger mit Bündchenware einfassen

Falls man eine Applikation machen möchte, ist das der richtige Zeitpunkt. Ich habe eine Wolke entworfen und sie mit Hilfe von Haftvlies angebracht (ohne geht’s nicht, weil der Stoff sonst Falten wirft).

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Beide Unterteile vernähen, so dass sie sich an den Achseln treffen.

So, jetzt fehlen nur noch die Druckknöpfe. Die Druckknöpfe habe ich ca. 2,5-3cm von der Trägerspitze angebracht. Retrospektiv würde ich jetzt empfehlen den Druckknopf des hinteren Trägers weiter an die Spitze zu setzen (also aufs Bündchen), weil der Träger sonst über dem Knopf nach oben umschlagen kann.

Fertiger Schlafsack "Rosa Wolke"

Fertig!

Pimp up your Bügelbrett

Mein gepimptes Bügelbrett

Mein gepimptes Bügelbrett

Ein Bügelbrett nur für den Nähtisch! Dachte ich mir als ich diese Mini-Version eines Bügelbrettes (ca. 70cm lang und auf stabilen faltbaren 15cm hohen Metallbeinchen) auf einem Flohmarkt entdeckte. Endlich muss ich nicht mehr das große Bügelbrett aus der Versenkung anschleppen sondern kann dieses kleine Ding hinter meinem Nähregal verstecken.

Einziger Haken: Der Stoff hässlich und oll…

„Das kann man doch bestimmt selber nähen“ dachte ich und machte mich an die Arbeit.

Tollerweise war das Bügelvlies nicht mit dem Überzug vernäht, so dass ich es weiterbenutzen konnte. Als Überzug wählte ich jetzt einen alten Baumwollstoff.

 

Das braucht's

Das braucht’s

So geht’s:

Das Bügelbrett zusammengefaltet auf den Stoff legen und mit einer Zugabe von ca. 3 cm die Aussenkante abzeichnen und anschließend ausschneiden.

Da ich keine Lust hatte die Kanten einzuschlagen nahm ich einfach ein Webband und nähte es um den Stoff herum. Dabei habe ich darauf geachtet die Zock-Zack-Naht möglichst weit von der Kante weg zu nähen, da ja noch eine Schnur durchpassen muss…

Webband annähen

Webband annähen

Einfacher wäre es ein breiteres Webband zu nehmen…

Nach Annähen des Webbandes muss nur noch ein kleines Loch auf der Unterseit gemacht werden um die Schnur durchzufriemeln. Das habe ich so gemacht, wie Omi es mir vor etlichen Jahren gezeigt hat: Schnur an eine Sicherheitsnadel heften und von aussen mit den Fingern immer weiterschieben. Das geht, wie gesagt, einfacher je breiter das Band.

Fertiger Bezug

Fertiger Bezug

Jetzt nur noch den Bezug über das Brett spannen und Kordel festziehen!

DIY Elefantenmobile

Diesmal wollte ich ein Mobile für über den Wickeltisch herstellen. Als Motiv sollten es Elefanten sein.

Elefantenmobile aus Papier

Die ursprüngliche Idee war, die Elefanten aus Stoff herzustellen. Da sich der Aufwand aber als extrem groß erwies, habe ich mich doch für den Tonkarton entschieden…

Einen Stoffelefanten habe ich jedoch zur Probe genäht, als Stoff habe ich Kunstfilz verwendet.

Mobile-Elefant aus Stoff

Mobile-Elefant aus Stoff

Bis ich DIE Elefantenform hatte, brauchte es ca. 10 Zeichenversuche, die ich euch hier ersparen möchte….

Diese 2 Motive sind es nun geworden:

Elefant 1

Elefant 1

Elefant 2

Elefant 2

Die Motive mussten also ausgeschnitten und auf Tonkarton übertragen werden (die Ohren separat ausschneiden). Jedes Motiv musste zweimal ausgeschnitten werden davon 1 Mal spiegelverkehrt. Die beiden ausgeschnittenen Elefanten konnten nun zusammengeklebt werden.

schnippel schnippel

schnippel schnippel

Zuerst habe ich einen Wollfaden zum aufhängen dazwischengefriemelt. Später musste ich jedoch feststellen, dass das Ganze mit einem Nylonfaden viel besser aussieht. Also alles nochmal auf Nylonfaden ummodeln-ähz. Dann Ohr drauf, Auge mit Edding aufgemalt-erster Elefant fertig, usw…

Fertiger Elefant - Elefantenmobile

Fertiger Elefant – Elefantenmobile

Von diesen Elfanten habe ich insgesamt 8 gemacht. Jeweils 2 mit gleicher Körper- und Ohrfarbe. Dazwischen habe ich noch Kreise und Rauten gehängt, diese müssen jeweils 4-fach ausgeschnitten, in der Mitte gefaltet und zusammengeklebt werden.

Zuschnitt Kreise

Zuschnitt Kreise

Kreise - DIY Elefantenmobile

Kreise – DIY Elefantenmobile

Als letztes musste ich noch etwas zum Aufhängen herstellen. Es gibt bereits vorgefertigte Gestänge für Mobiles in Bastelläden aber ich wollte gern ein eigenes Gestänge aus Zweigen herstellen, die ich beim letzten Spaziergang auf dem Waldboden aufgelesen hatte. Diese habe ich zunächst weiß mit Lack angemalt….

…und zusammengebunden.

Verbundene Zweige - Mobilegestänge

Verbundene Zweige – Mobilegestänge

Fertiges Mobilegestänge

Fertiges Mobilegestänge

Dnach mussten die Elefanten, die Kreise und Rauten auf dem Gestänge befestigt werden und-fertig!

 

Schon wieder eine Buchhülle/ Kalenderhülle -Tutorial-

DIY Buchhülle (Kalenderhülle)

DIY Buchhülle
(Kalenderhülle)

Es gibt schon aberviele Tutorials für Buchüllen im Netz aber da diese meine erste ist und so fix genäht ist, musste ich sie trotzdem reinstellen…. Außerdem sind die Teile eine Garantie für schnelle Freude! Hier hatte ich die Idee einen unhübschen Kalender einzupacken.

Und so gehts:

  • Das einzupackende Buch muss erstmal ausgemessen werden. Einmal also den Umschlag rundherum (in zugeklapptem Zustand) messen bis Buchkante (=ohne Einband). Dann die Höhe ausmessen. Es ergibt sich aus den 2 Maßen ein Rechteck, das ich auf ein Blatt Papier gezeichnet habe. Plus 1,5 cm Nahtzugabe auf jeder Seite. (Beachte: Je dicker der Buchumschlag umso mehr Nahtzugabe braucht man).
  • Dann braucht man noch Stoff für die Einstecklasche. Ich habe für den kleinen Kalender (9×14,5cm) einen Einband von 4,5cm eingeplant + jeweils 1,5 cm Nahtzugabe auf jeder Seite.
  • Das ergibt insgesamt 4 Stoffrechtecke: 1x Aussenstoff, 1x Innenstoff (gleiche Größe wie Aussenstoff), 2x Einband.
Stoff für Bucheinband DIY

Stoff für Bucheinband DIY

  • Als nächstes wird von den Einstecklaschen die Nahtzugabe der einen Seite umgebügelt und mit Zick-Zack-Stich umgenäht (jeweils die entgegengesetzte Seite umschlagen).
Nahtzugabe der einen Seite des Einbandes nach innen umschlagen und abgenäht

Nahtzugabe der einen Seite des Einbandes nach innen umgeschlagen und abgenäht

  • Nun kann man die Stoffe in folgender Reihenfolge übereinanderlegen: Aussenstoff mit der rechten Seite nach oben legen.  An die beiden Aussenkanten werden nun die umgenähten Einstecklaschen rechts auf rechts aufgelegt, die umgeschlagene Seite liegt innen. Ganz oben folgt der Innenstoff der von beiden Seiten gleich ist.
Stoffreihenfolge

Stoffreihenfolge

  • Im nächsten Schritt werden die Stoffschichten rundherum festgesteckt mit Geradstich unter Beachtung der Nahtzugabe zusammengenäht. (Ich habe beim Nähen die Nahtzugabe nicht aufgebraucht, sondern eher knapper genäht da man ja noch die Dicke des Buchdeckels berücksichtigen muss).
  • Ausserdem muss noch eine Wendeöffnung von ca. 3-4cm belassen werden.
Stoffschichten zusammengenäht, Wendeöffnung

Stoffschichten zusammengenäht, Wendeöffnung

  • Nun kann man die Ecken zurückschneiden, die Hülle wenden und die Kanten glattbügeln. Dann die Wendeöffnung mit Geradstich verschließen.
Verschlossen Wendeöffnung

Verschlossene Wendeöffnung

  • Und fertig!!!

Anleitung Wickelunterlage „on the road“

Da mein erstes Baby demnächst anklopft, sind die meisten meiner aktuellen „Projekte“ eben sehr babylastig…Oft bin ich stöffchensüchtig und kann bei manchen Farben und Formen einfach nicht widerstehen…vielleicht geht es manch anderen auch so. Dann müssen die Stöffchen eben im Alltag untergebracht werden.

Eine Wickelunterlage zu kaufen, hatte ich keine Lust, so dass ich mich selbst ans Werk machte…

So sieht das fertige Teil nun aus:

Wickelunterlage mitnehmbereit

Wickelunterlage mitnehmbereit

Wickelunterlage halb aufgeklappt...

Wickelunterlage halb aufgeklappt…

...und ganz aufgeklappt

…und ganz aufgeklappt

Und so geht’s:

1: Man nehme: 3 Stöffchen davon: 1 Aussenstoff, 1 Innenstoff (z.B. was Flauschiges wie Frottee oder Biber auf jeden Fall nicht stretchig) und Füllvlies (bei Bedarf).

Ich habe alle 3 Teile in der gleichen Größe zugeschnitten, das Füllvlies kann auch etwas kleiner sein. Bei mir sind die Teile 50 x 70cm groß.

2: Von dem Aussenstoff benötigt man außerdem 2 Rechtecke in der Größe 26 x 10 cm, die zusammengefaltet und zu Bindebändern vernäht werden.

(Die vorbereiteten Bänder sind nur noch 24 x 3cm breit).

Gefaltete und gebügelte Stoffrechtecke für die Bänder

Gefaltete und gebügelte Stoffrechtecke für die Bänder

3: Die Streifen werden nun rundherum mit Zickzack-Stich abgenäht und auf die rechte Seite des Aussenstoffes befestigt. Und zwar genau in die Mitte der langen Seite. (Also ausmessen und mit Stecknadeln feststecken). Dabei am besten gleich das Bändchen nach innen klappen damit man beim Nähen der Stoffschichten nicht drübernäht. Ich habe zum Rand ca. 3-4cm Abstand gelassen und das Band in Form eines Rechteckes festgenäht.

Angebrachtes Schnürband

Angebrachtes Schnürband

Alternativ kann man die Unterlage auch mit Klettband oder einfach mit einem Gummi verschließen, wenn man keine Lust auf Binden hat…

4.: Nun werden die Stoffe in folgender Reihenfolge übereinandergelegt: 1. Aussenstoff mit rechter Seite nach oben, 2. Frottee (von beiden Seiten gleich deshalb egal wie rum) und als letzes das Vlies obendrauf.

Stoffe geschichtet (Ansicht von unten)

Stoffe geschichtet (Ansicht von unten)

5.: Als nächstes werden die Stoffe mit Stecknadeln rundherum festgesteckt und mit Ausnahme einer ca. 15cm breiten Wendeöffnung mit Geradstich vernäht. Ich habe zur Sicherheit noch alle Seiten mit Zickzackstich (mit Ausnahme der Wendeöffnung) versäubert. Dann alles wenden….

Nach Wendung...

Nach Wendung…

6.:Als nächstes wird nun die Wendeöffnung verschlossen. Da ich die Wickelunterlage nochmal komplett von aussen mit Zickzackstich abgesteppt habe, wurde die Wendeöffnung quasi gleich mitverschlossen. Wer nicht nochmal umranden möchte kann die Wendeöffnung mit Zickzack, Geradstich oder von Hand verschließen.

Einmal rundherum abgesteppt

Einmal rundherum abgesteppt

7.: Als letzen Schritt habe ich die Unterlage noch zweimal quer abgesteppt. So lässt sie sich auch leichter zusammenklappen…Bei mir ist das mittlere Stück 2cm breiter als die äusseren beiden.

Und fertig!

Und fertig!